Und noch einmal: Sicherheit im Straßenverkehr

Martina F. vor 1 Jahr

Vorweg vielen Dank für die Möglichkeit, seine Gedanken zur Zukunft der Stadt Ried einbringen zu können. Das Thema Sicherheit im Verkehr hat bereits zu vielen konstruktiven Wortmeldungen geführt. Weil es hier letztlich um Menschenleben geht, möchte ich dennoch einen Beitrag dazu leisten.

Erstens wäre es meines Erachtens das oberste Gebot, Tempo aus dem Straßenverkehr zu nehmen. Alle Verkehrsstudien laufen auf das gleiche Ergebnis hinaus: Bei Tempo 30 passieren weniger Unfälle, die Unfälle ziehen weniger schwere Folgen nach sich, gerade Kindern schenken Autofahrer*innen nachweislich mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, wenn Sie maximal mit Tempo 30 unterwegs sind. Gleichzeit bringt diese Maßnahme auch mehr Sicherheit für Radfahrer*innen mit sich. Sobald sich Radfahrer*innen in Ried wieder sicherer fühlen können, gewinnt dieses Verkehrsmittel auch wieder an Attraktivität, was das Verkehrsaufkommen an PKWs reduzieren könnte.

Tempo 30 bedeutet ein Mehr an Lebensqualität und vor allem ein Mehr an Sicherheit für die Menschen in unserer Stadt. Meiner Meinung nach sollte man aus Respekt vor seinen Mitmenschen vom Gas runtergehen. In Anlehnung an einen in Ried bekannten Spruch wäre mein Fazit dazu: „30 fahren und Leben bewahren!“

Zweitens würde ich mir einen massiven Ausbau an Radwegen und sicherere Bedingungen für das Radfahren wünschen. Vor allem der Kreisverkehr stellt eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Ich kenne Mitmenschen völlig unterschiedlichen Alters, die nicht (mehr) mit dem Fahrrad in die Innenstadt fahren, weil sie sich im Straßenverkehr gefährdet fühlen. Die Qualität einer gelungenen Verkehrsplanung lässt sich aber in hohem Maße von der Nutzung des Fahrrads für Alltagswege ablesen. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir künftig wieder mehr Radfahrer*innen auf den Straßen Rieds sehen werden.

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